Gábor Tarkövi

Gábor Tarkövi

Trompete

Gábor Tarkövi wurde 1969 in Esztergom, Ungarn, geboren und stammt aus einer Musikerfamilie. Seinen allerersten Trompetenunterricht erhielt er im Alter von neun Jahren bei seinem Vater István Tarkövi. Aufgewachsen in Csolnok, prägte die dort gelebte „schwäbische“ Blechbläsertradition seine musikalische Laufbahn nachhaltig. Nach der Ausbildung am Richter-János-Konservatorium in Győr wurde er Schüler von György Geiger an der Franz-Liszt-Pädagogischen Hochschule, später setzte er sein Studium bei Frigyes Varasdy an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest fort. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er darüber hinaus von György Kurtág und Hans Gansch.

Seine Orchesterlaufbahn begann er als stellvertretender Solotrompeter bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, wechselte anschließend als Solotrompeter zum Berliner Sinfonie-Orchester (heute Konzerthausorchester Berlin) und 1999 in gleicher Position zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Von 2004 bis 2019 war er Solotrompeter der Berliner Philharmoniker. Seit 2018 ist Gábor Tarkövi Professor für Trompete an der Universität der Künste Berlin.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt er in verschiedenen Ensembles wie Pro Brass, der Austrian Brass Connection, dem Wien-Berlin Brass Quintett und dem Berlin Philharmonic Brass Trio. Er konzertiert regelmäßig in Europa, den USA und Asien und ist weltweit ein gefragter Solist, der mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks, dem China National Orchestra, dem New Japan Philharmonic und dem London Symphony Orchestra auftritt.

Seit 2008 steht Gábor Tarkövi unter Exklusivvertrag beim Schweizer Label Tudor Classics, bei dem vier international beachtete CDs entstanden sind: die „Italian Trumpet Concertos“ mit Mojca Erdmann, die „Classical Trumpet Concertos“ mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Karl-Heinz Steffens, „Arioso & Brillante“ mit Peter Kofler an der Orgel sowie die Aufnahme „Brilliant Brass“ mit dem Wien-Berlin Brass Quintett. Die Einspielungen wurden von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert.